Stammtisch zur Nachhaltigkeit – miteinander reden, voneinander lernen

Überbetriebliches Angebot mit kommunalen Unternehmen

Branche: Kommunale Unternehmen

AUFGABEN

  • Notwendige Schritte für die Berichterstattung nach CSRD definieren –
  • Motivation der TN für die Entwicklung von Nachhaltigkeitsstrategien
  • Multiplikatoren in den teilnehmenden UN pushen
  • TN im Wandel der rechtlichen Rahemnbedingungen unterstützen

ZIELE

  • Nachhaltigkeit als strategische Aufgabe bei den TN verankern
  • peer-to-peer-Learning als Lerninstrument bei den TN etablieren (zur Weiterverwendung im eigenen UN)
  • Agilität in Prozessen und Resilienz im Arbeitsalltag bei den TN festigen

Wieso soll eine Qualifizierung durchgeführt werden?

Ursprünglich entstand das Thema Nachhaltigkeit aus einer gesetzlichen Berichtspflicht heraus. Auch nach deren Abschaffung wollten die Teilnehmenden ihre Kompetenzen in diesem Bereich weiter ausbauen und Nachhaltigkeit dauerhaft in ihren Geschäftsmodellen verankern. Allerdings fehlten zunächst fundiertes Hintergrundwissen sowie ein klares Verständnis für notwendige Prozesse und deren Dokumentation. Um diese Lücken zu schließen, die Motivation zur kontinuierlichen Beschäftigung mit dem Thema zu stärken und durch den Austausch mit anderen Unternehmensvertretern praxisnahe Lösungsansätze zu entwickeln, wurde ein moderiertes Stammtischformat als Gruppenqualifizierung eingerichtet.

Was ist das Ziel der Qualifizierung?

Das zentrale Ziel besteht darin, Wissen zum Thema Nachhaltigkeit, zu den zugrunde liegenden rechtlichen Rahmenbedingungen sowie zu möglichen Umsetzungsansätzen für das eigene Unternehmen aufzubauen. Gleichzeitig soll die Motivation der Teilnehmenden gestärkt werden, indem sie sowohl als Wissensgebende als auch als Wissensempfangende positives Feedback erfahren. Durch dieses Peer-to-Peer-Lernen lernen die Beteiligten zudem eine Methode kennen, die sie auch im eigenen Unternehmen zur gemeinsamen Wissens- und Ideenentwicklung einsetzen können.

Welche Schritte sind erfolgt?

Zum Auftakt wurden die Teilnehmenden miteinander bekannt gemacht, ihre Erwartungen geklärt und vorhandenes Vorwissen erfasst. Alle 4-6 Wochen erfolgt ein Treffen. In den folgenden Sessions gibt es jeweils einen kurzen fachlichen Input zu den rechtlichen Grundlagen der Nachhaltigkeit sowie zur Erfassung und Dokumentation von Nachhaltigkeitsdaten und -maßnahmen. Darüber hinaus bringt in jeder Sitzung eine teilnehmende Person ein konkretes Praxisbeispiel ein – entweder als Best-Practice-Ansatz in der Rolle des Wissensgebers oder als Problem- bzw. Fragestellung in der Rolle des Wissensempfängers.

In der anschließenden gemeinsamen Diskussion wird dieses Beispiel mit den bereits erarbeiteten Inhalten verknüpft und aus verschiedenen Perspektiven betrachtet. Durch das gemeinsame Entwickeln und Anpassen möglicher Handlungsoptionen erleben die Teilnehmenden zudem zentrale Aspekte agilen Arbeitens und stärken ihre Ambiguitäts- sowie Kommunikationskompetenz. Gleichzeitig bietet der moderierte Austausch Raum, persönliche Einschätzungen, Erfahrungen und auch Emotionen einzubringen und konstruktiv zu reflektieren.

Was wurde erreicht?

Das Thema Nachhaltigkeit konnte bei den Teilnehmenden nachhaltig verankert werden und wird in den jeweiligen Unternehmen aktiv weitergetragen. Gleichzeitig wurde ein fundiertes Verständnis für Nachhaltigkeitsstrategien und deren praktische Umsetzung aufgebaut. Darüber hinaus lernten die Teilnehmenden eine wirkungsvolle Methode zur gemeinsamen Wissens- und Ideenentwicklung kennen und schätzen. Durch die Diskussion konkreter Vorgehensweisen sowie deren Erprobung im eigenen Unternehmenskontext erlebten sie zudem ein gestärktes Gefühl von Handlungskompetenz und Selbstwirksamkeit, auch unabhängig von gesetzlichen Vorgaben.

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Ansprechpartner

Franziska Boy

Hochschule Mittweida

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