NachfolgeWerk:
Projekt zur Unternehmens-Nachfolge in Sachsen

19.01.2022

Als eines von 30 Pilotprojekten in Deutschland startete im vergangenen Jahr das NachfolgeWerk. Mit vier weiteren Partnern bringt die TUCed – An-Institut für Transfer und Weiterbildung der TU Chemnitz ihre Erfahrungen in diesen wichtigen wirtschaftlichen Kernbereich ein.

Privatisierungen von Unternehmen und Neugründungen hatten nach der Wende eine große Bedeutung in Sachsen. Dadurch entstand die breite Struktur des Mittelstands, wie wir sie heute kennen. Es zeigt sich aber, dass die Unternehmenshistorien kürzer werden und im Vergleich zu den anderen Bundesländern ein vergleichsweise junges Betriebsalter vorherrscht (Unternehmensalter in Sachsen ca. 21 Jahre im Gegensatz zu Deutschland 48 Jahre). Gleichzeitig gibt es in Sachsen eine relativ hohe Anzahl an Neugründungen.

Zudem gibt es in Sachsen viele Unternehmer:innen, die heute 60 Jahre oder älter sind und vor ebenso großen Herausforderungen wie jüngere Gründer:innen stehen: wichtige strategische Entscheidungen sind zu treffen und das aufgebaute Unternehmen soll im besten Fall an eine neue Generation übergeben werden. Die IHK Chemnitz fand in einer Studie heraus, dass von über 1000 untersuchten Unternehmen beinahe jedes Fünfte keine Nachfolgeregelung getroffen hatten, obwohl die Geschäftsführer 65 Jahre oder älter waren. Unternehmen in Sachsen suchen damit – stärker als im gesamten Bundesgebiet – externe Nachfolgen außerhalb des Familienunternehmens. Das Projekt NachfolgeWerk unterstützt bei diesen Herausforderungen.

Die vier wichtigsten Ziele des Projekts:

  1. Entstehung eines zentralen Kontaktpunkts für die Unternehmensnachfolge.
  2. Erfahrung teilen und Kontakte verknüpfen, um die Unternehmensnachfolge frühzeitig als strategischen Prozess anzustoßen.
  3. Übernahmestrategien für Nachfolgegründer:innen und Kinder von Unternehmer:innen entwickeln.
  4. Übergabeprozesse moderieren und zielgerichtet zum Erfolg führen.
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Projektpartner sind die IHK Direktionsbezirk Chemnitz, die Handwerkskammer Chemnitz, die Wirtschaftsförderung Erzgebirge und das Technologie Centrum Chemnitz. Besonders kleine Unternehmen haben Probleme, den Nachfolgeprozess in Gang zu bringen, weshalb darauf der Fokus des Projekts liegt. Die Zielgruppe sind neben potenziellen Nachfolger:innen und Unternehmer:innen auch Dienstleister in der Branche. Die Angebote werden an Unternehmen in den Gebieten Mittelsachsen, Chemnitz, Zwickau, den Erzgebirgskreis und den Vogtlandkreis adressiert. Die Laufzeit des Projekts beträgt drei Jahre und wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.

Wir wollen als Schnittstelle für geförderte Projekte in Sachen fungieren und ein Netzwerk für Fragen und Transfer bieten. Werfen Sie auch einen Blick auf unsere Projektlandkarte!

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