Digitales Lernmanagement zur Unterstützung des Wissenserwerbs

Die Bedeutung des agilen Arbeitens sowie der Umgang mit der Komplexität durch die technologischen und persönlichen Veränderungen in der Arbeitswelt nimmt zu. Dies führt dazu, dass unter anderem die Thematik des lebenslangen Lernens ein wichtiger Bestandteil des Arbeitsalltages wird. Aufgrund dessen wird über einen längeren Zeitraum hinweg die geplante und systematisierte Entwicklung der Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten von Beschäftigten notwendig. 

Norafin Industries (Germany) GmbH 

Beschäftigte:  200

Ort: Erzgebirge, Mildenau 

Branche: Textil

Website: www.norafin.com 

AUFGABEN

  • Begleitung der Etablierung eines unternehmensspezifischen Lernmanagementsystems 
  • Vermittlung von Inhalten betreffend den Aufbau, der Erstellung und der Ermittlung des Lernerfolgs von Lehr-Lerneinheiten

ZIEL

  • Optimierung des Wissenserwerbes  
  • Aufbau eines Lernmanagementsystems 
  • Erhalt von Erfahrungswissen
  • Aufbau von Digital- und Lehrkompetenz
  • Vermeidung kostenintensiver Fehler 

Das Ziel des Betriebes

Ziel ist es, durch eine systematische Vorgehensweise neues und spezifiziertes Wissen zu verankern, ein einheitliches Wissensniveau für die Beschäftigten aufzubauen, die Qualität der eigens erstellten Lehrangebote sicherzustellen und so zum Lernerfolg beizutragen. Beschäftigte erhalten die Möglichkeit, digital, bedarfsorientiert und selbstgesteuert  Lernen (z. B. eigenes Lerntempo) zu können. Die zeit- und ortsunabhängige Einbindung des Lernens in den eigenen Arbeitsalltag kann einen Beitrag leisten, um unter anderen schnell auf ein sich veränderndes Arbeitsumfeld reagieren zu können. Das flexibel erworbene Wissen am Arbeitsplatz ermöglicht den Beschäftigten auf diese Art und Weise die direkte Umsetzung des Gelernten in die Praxis.  

Ablauf der Qualifikation

In der Zusammenarbeit zwischen den Lernbegleiterinnen des Regionalen Zukunftszentrum Sachsens (TU Chemnitz) und einem Produktionsunternehmen wurde für die Einführung eines bedarfsorientierten Weiterbildungsprozesses gemeinsam mit der Führungs- und Beschäftigtenebene aus der Produktionsabteilung ein Arbeitskreis gegründet. Ein Thema war Organisation und Zuordnung der Lernthemen, unter Beachtung der unterschiedlichen Kompetenzen und Anlagentypen, für die rund 80 Beschäftigten in der Produktion. Parallel erfolgte auf Basis der Bedarfe und Wünsche der Beschäftigten die Anschaffung sowie Etablierung eines passenden Lernmanagementsystems, um das Lernen im Unternehmen zu digitalisieren. In einer analogen Ausbildung wurden unternehmensinterne Wissensträger:innen zu Lerngestalter:innen ausgebildet.

Hierbei wurden vorhandenes, fachspezifisches Wissen strukturiert, Inhalte didaktisch-methodisch aufgearbeitet und in digitale Lernangebote überführt. Ein wichtiger Schritt im Prozess war die Organisation eines Onboardingprozesses der Beschäftigten in das Lernmanagementsystem. Ebenso erfolgte die Identifikation und Festlegung von Merkmalen zur Qualitätssicherung (z. B. 4-Augen-Prinzip) sowie die Entwicklung von Ansätzen für die Wirkungsmessung. 

Die Qualifikation bietet einen geschützten Raum für einen gemeinschaftlichen Weiterbildungsprozess, der aktuelle und unternehmensrelevante Themen betrachtet. Im Zuge dessen wird das Wissen erhalten und gesichert, was zur Vermeidung von kostenintensiven Fehlern beitragen kann. 

Konkrete Ergebnisse bei Norafin

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Ansprechperson

Nicola Hollburg

TU Chemnitz

Aline Lohse

TU Chemnitz

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