10 Tipps für Ihr Azubi-Marketing:
die Generation Z richtig ansprechen

Viele Ausbildungsstellen in Sachsen können nicht besetzt werden. Wir geben Hinweise, welche Möglichkeiten Sie noch ausprobieren können.

Studierende Auszubildende
©pch.vector - freepik.com

Fachkräftemonitorings zeigen: gut ausgebildetes Personal wird gesucht. Gleichzeitig bleiben gerade in Sachsen etliche Ausbildungsstellen unbesetzt. Aber wie spricht man neue Interessenten und die Generation Z (Personen, die etwa ab 1995 bis ca. 2012 geboren wurden) überhaupt richtig an? Denn die richtige Kommunikation ist eine wichtige Voraussetzung fürs Recruiting – nur wer sich auch angesprochen fühlt, zieht überhaupt in Erwägung, sich zu bewerben.

Tipp 1: Fragen Sie nach!

Unterhalten Sie sich mit Jugendlichen in Ihrer Familie und aus dem Bekanntenkreis, was sie interessiert. Welche Themen sind für sie wichtig, was wünschen sie sich von ihrem potenziellen Arbeitgeber:in und wie möchten sie in Zukunft arbeiten? Fragen Sie auch Ihre Auszubildenden im Betrieb – niemand kennt Ihre Zielgruppe besser.

Tipp 2: Zeigen Sie die Vielfalt Ihrer Berufe auf!

Erklären Sie – vielleicht in einem kurzen Video – was der ausgeschriebene Beruf überhaupt ist. Erklären Sie, was beispielsweise eine Fachkraft für Lebensmitteltechnik im Arbeitsalltag tun muss und welche Voraussetzung die Person mitbringen sollte.

Tipp 3: Motivieren Sie!

Beschreiben Sie in Ihrer Stellenausschreibung locker, welche Aufgaben die Interessenten erwartet. Zeigen Sie die Entwicklungschancen in Ihrer Firma und mögliche Übernahmeperspektiven auf. Locken Sie vielleicht mit Firmentreffen oder Events, bei denen sich die Auszubildenden treffen und untereinander austauschen.

Tipp 4: Leisten Sie Unterstützung!

Gerade im ländlichen Raum ist der öffentliche Nahverkehr wichtig. Geben Sie die Anbindungsmöglichkeiten an und zahlen vielleicht die Monatskarte für den ÖPNV. Bieten Sie Hilfe bei der Wohnungssuche an. Zeigen Sie, warum sich die Ausbildung in Ihrem Betrieb lohnt.

Tipp 5: Holen Sie die Vertrauenspersonen mit ins Boot!

Junge Bewerber:innen sind oftmals unsicher und sind dankbar für Hinweise, die Eltern, Großeltern oder ältere ihnen geben. Ziehen Sie für den Sommer wieder einmal einen Tag der offenen Tür in Betracht und machen Sie auf in den sozialen Medien dafür Werbung.

Tipp 6: Nutzen Sie verschiedene Medien und Kanäle!

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Und ein Video kann das auch. Stellen Sie Ihr Unternehmen vor – auf der Webseite, dem firmeneigenen YouTube-Kanal, Facebook-Account, Instagram-Kanal, TikTok … Vielleicht trauen Sie sich auch, den Kanal an bestimmten Terminen den Ausbildenden im Unternehmen zu überlassen? (Stichwort #takeover). Befüllen Sie Ihre Social-Media-Kanäle mit interessanten Inhalte für Auszubildende.

Tipp 7: Werden Sie persönlich!

Lassen Sie Ihre Auszubildenden ihre eigenen Geschichten erzählen. Die Begeisterung für den Beruf wirkt viel authentischer, wenn sie von einem Jugendlichen erzählt wird, als wenn die Geschäftsführung die Vorteile der Ausbildung aufzählt. Das können Sie durch ein kurzes Interview oder ein schönes Zitat im nächsten Newsletter aufgreifen. Auch ein:e Kolleg:in kann dazu aufrufen, Teil des Teams zu werden. Oder Sie stellen die Ausbildern oder den Ausbilder kurz vor.

Tipp 8: Kommunizieren Sie korrekt!

Sprechen Sie Ihre Interessierten möglichst klischeefrei an und denken Sie daran, zu gendern (www.geschicktgendern.de). Vermeiden Sie Charakteristika, die als „typisch“ weiblich oder männlich gelten und verdeutlichen durch die Sprache, dass Sie offen und divers sind.

Tipp 9: Zeigen Sie Ihre Vielfalt!

Für Jugendliche ist es wichtig, dass Sie auf Chancengleichheit achten. Das sollte sich auch in Ihrer Bildsprache, in Ihrer Stellenausschreibung und auf der Webseite widerspiegeln. (Zum Artikel: Vielfalt leben – Tipps für mehr Diversität im Unternehmen).

Tipp 10: Unsicherheiten nehmen!

Bieten Sie ein Praktikum an, um den Beruf, das Unternehmen und die Kolleg:innen vorab kennenzulernen. Qualifikationen, die die Person vielleicht noch nicht mitbringt, können auch während der Ausbildung oftmals noch angeeignet werden. Manchmal besteht auch die Möglichkeit zur Nachhilfe und eine Verbesserung der Note vor den Prüfungen.

Zum Schluss:

Trauen Sie sich! Stellen Sie Ihre Vorstellung vom Bewerbungsprozess einmal etwas auf den Kopf und probieren neue Mittel und Wege aus, um Interessenten für sich zu gewinnen.

Noch eine Bitte:

Seien Sie offen! Die Person bringt nicht den von Ihnen erhofften Notenspiegel, ist älter als von Ihnen gewünscht oder hat bereits einmal eine Ausbildung abgebrochen? Geben Sie potenziellen neuen Beschäftigten eine Chance, die nächsten Fachkräfte in Ihrem Unternehmen zu werden.

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